(aus dem Englischen uebersetzt von Owen Arthur LaPrath, 1ter July 2011)
 
 
Die Hybrid-Bereitstellung ("Hybrid Deployment") fuer Office 365 fuer Grossunternehmen ist fuer die Interaktion mit einer lokalen Microsoft Exchange Server-Organisation konzipiert.
 
Wenn es Ihr langfristiges Ziel ist, Postfächer in Ihrer lokalen Organisation und in der Wolke beizubehalten, dann sollten Sie fuer die Koexistenz von Exchange Online mit Ihrer lokalen Organisation planen. Eine Hybrid-Bereitstellung erfordert Microsoft Exchange Server 2010. Jedoch wird keine vollstaendige Exchange 2010-Organisation benoetigt, um eine Hybrid-Bereitstellung zu ermöglichen; Sie können einen minimalen Koexistenz Exchange 2010-Server in einer vorhandenen Exchange 2003- oder Exchange 2007-Organisation installieren.
 
Wenn es Ihr langfristiges Ziel ist, alle Postfächer in die Wolke zu verschieben, müssen Sie Ihre aktuelle lokale E-mail-Infrastruktur im Rahmen der in diesem Dokument beschriebenen Migrations-Tools bewerten. Es gibt viele Möglichkeiten alle Postfächer nach Office 365 zu migrieren. Jede Methode hat Vor- und Nachteile für Administratoren und Benutzer, und jede Methode hat spezifische Anforderungen und Abhängigkeiten.
 
Dieses Dokument soll Ihnen helfen die Optionen zu verstehen und die Bereitstellung zu planen. Es beschreibt die Bereitstellungsoptionen und Tools, die bei Exchange Online und Office-365 für Unternehmen enthalten sind.
 
 
Terminologie: Office-365 Ausdruecke entschluesselt
 
Wir haben gerade Office 365 Beta freigegeben und konzentrieren uns darauf die Software fuer die allgemeine Verfügbarkeit zu verbessern. Wir versuchen dabei die manchmal komplexen Bereitstellungsoptionen so klar wie moeglich zu beschreiben.
 
Wenn Sie die Software und Support-Dokumentation durchforschen, dann werden Sie Begriffe wie "Rich Coexistence" ("Volle Koexistenz") und "Simple Coexistence" ("Einfache Koexistenz"), “cross-premises deployments” ("Uebergreifende Bereitstellungen") und “hybrid deployments” ("Hybrid-Bereitstellungen") bemerken. Diese Begriffe repraesentieren die Kapazitaet der Software das grundlegende "lokale"-Szenario zu behandeln. Fuer die allgemeine Verfügbarkeit von Office 365 hoffen wir, die Terminologie festgelegt zu haben. In der Zwischenzeit hoffen wir, dass die folgende Tabelle Ihnen der Sinn der Terminologie klarmacht.
 
 
 
Hybrid-Bereitstellung, bzw. "Hybrid Deployment"  
                                                                       
Die umfassende Bereitstellung von einer lokalen Exchange-Nachrichten-Lösung mit Office 365 und Exchange Online. Eigenschaften umfassen:
• E-Mail-routing zwischen lokalen und Cloud-basierten Organisationen
• E-Mail-routing mit einem gemeinsam genutzten Domain-Namespace (z. B. lokale und Cloud-basierte Organisationen nutzen die gleiche SMTP-Domäne)
• "Unified Global Address List", bzw. gemeinsame globale Adressenliste, auch "Shared Adress Book", bzw gemeinsames Adressbuch genannt.
• Frei/gebucht- und Kalenderfreigabe zwischen lokalen und Cloud-basierten Organisationen
• Zentrale Mail Flow-Control; die lokale Organisation kann e-Mail-Fluss für beide Organisationen steuern
• Eine einzelne Outlook Web App-URL für die lokalen und Cloud-basierten Organisationen
• Umzug von vorhandenen lokalen Postfächer in die Cloud-basierte Organisation
• Zentrale Postfach-Verwaltung mithilfe der lokalen Exchange-Verwaltungskonsole (EMC, Exchange Management Console)
• Nachrichtenverfolgung, e-Mail-Infos und Mehrfachpostfach (multi-mailbox) Suche zwischen lokalen und Cloud-basierten Organisationen
 
Im Bereitstellungs-Assistenten für Office 365 Beta, Exchange Server 2010 Deployment-Assistant und Office 365 Beta-Dokumentation wird die Hybrid-Bereitstellung als "Rich Coexistance" ("Volle Koexistenz") benannt, jedoch wir werde den Begriff für die allgemeine Verfügbarkeit aktualisieren.
 
 
Hybrid
 
Abkuerzung fuer Hybrid-Bereitstellung
 
 
Cross-premises (uebergreifend)
 
Ein allgemeiner Ausdruck, der sich auf alle Faelle bezieht, in denen die Email-Leitung lokale und Cloud Systeme uebergreift.
 
 
"Rich Coexistence" ("Volle Koexistenz")
 
Lesen Sie auch "hybrid deployments" oben. Der Ausdruck "Rich Coexistence" wird durch "hybrid deployment" abgeloest werden. Im Office 365 Beta Deployment Wizard, Exchange Server 2010 Deployment Assistant und der Office 365 Beta Dokumentation wird "hybrid deployment" noch als “rich coexistence” bezeichnet.
 
 
"Simple coexistence" ("Einfache Koexistenz")
 
Ein veralteter Ausdruck, der sich auf Uebergreifende Bereitstellungen bezieht, in denen kein lokales Exchange 2010 existiert. Waehrend unserer Entwicklungsarbeiten haben wir festgestellt, dass dieser Ausdruck zu allgemein ist und uebernehmen ihn deshalb nicht in die allgemeine Office 365 Verfügbarkeit. Sie werden Referenzen zu “simple coexistence” in Beta Dokumenten und einigen Software Oberflaechen sehen.
 
 
Exchange Migration
 
Die Exchange Online Funktion, die Sie fuer den Umzug Ihrer lokalen Exchange Postfaecher in die Wolke, oder im Fall vom IMAP Migration den Inhalt von Postfaechern in die Wolke zu uebertragen, benutzen koennen.
 
Sie finden die Exchange Online Migration Tools im E-Mail Migration Reiter im Exchange Control Panel (Exchange Verwaltung). Es gibt drei Typen der Exchange Migration:
 
Simple Exchange migration (einfache Migration), auch "cutover migration" (lose uebersetzt "Umstellungsmigration") genannt
Staged Exchange migration (schrittweise Migration), welche Ihnen erlaubt kurz- oder langfristige Koexistenz zwischen Ihren lokalen und Cloud-Organisationen zu erhalten
IMAP E-mail Migration, die benutzt wird, um die Inhalte eines Benutzerpostfaches von einem IMAP System in das Postfach in der Wolke zu verschieben.
 
 
Single Sign-On (Einmalige Anmeldung)
 
Der Prozess, der es Benutzern erlaubt ihre existierenden "Active Directory" Benutzerdaten (Benutzername und Kennwort) zu verwenden um auf Microsoft Office 365 For Enterprises (Office 365 für mittelständische und große Unternehmen). Single Sign-On fuer Office 365, auch als "Identitätsverbund" bezeichnet, benutzt Active Directory Federation Services 2.0 (AD FS).
 
 
Identity Federation (Identitätsverbund)
 
Ebenfalls fuer Single Sign-On (Einmalige Anmeldung) benutzt. Dieser Ausdruck wird in Office 365 Beta Dokumentation benutzt, wird aber durch “single sign-on” ersetzt werden.
 
 
Coexistence Server (Koexistenz Server)
 
A version of Exchange Server 2010 that is installed in an Exchange 2003 or Exchange 2007 organization for the purpose of enabling a hybrid deployment. This may be also be referred to as a “Hybrid server” in some documentation.
 
 
 
 
 
Primäre langfristige E-Mail-Deployment-Optionen
 
Die Office 365 für Grossunternehmen Planungs-und Bereitstellungs ("Deployment") Tools wurden entwickelt, um eine der folgenden langfristigen E-Mail-Deployment-Optionen zu unterstützen:
 
 
Hybrid-Bereitstellung
 
Postfächern für Ihr Unternehmen, koennen sich in einer lokalen Exchange-Organisation und in der Wolke befinden. In dem Hybrid-Deployment-Szenario ("Rich Koexistenz") sind funktionieren Nachrichten-Funktionen nahtlos zwischen lokaler Bereitstellung und Cloud-Bereitstellung. Die vollständige Liste der unterstützten Eigenschaften finden Sie unter "Hybrid-Einsatz" in der obigen Tabelle.
 
Dieses Hybrid-Einsatzszenario kann auch Single-Sign-on (Identity Federation) beinhalten, was Benutzern ermoeglicht ihre vorhandenen Active Directory Anmeldeinformationen zu benutzen um auf lokalen und auch Cloud-Ressourcen zugreifen zu können.
 
Alle Postfächer in der Cloud
 
Wenn Ihr langfristiges Ziel nicht erfordert uebergreifende Nachrichten-Funktionalität zu haben, dann sollten Sie das Verschieben aller Postfächer in die Cloud planen. Es kann eine Woche oder vielleicht einige Monate dauern, bis die Migration abgeschlossen ist, aber diese Option ist die beste, wenn Ihr Endziel ist, alle Postfächer in die Cloud zu migrieren.
 
 
 
Wie wir im nächsten Abschnitt erläutert, können viele der Migrations-und Uebergriff-Tools, die entwickelt wurden, um diese beiden langfristigen Postfachoptionen zu unterstuetzen, und koennen auch andere uebergreifende Szenarien unterstuetzen. Allerdings wurden die Planungs-und Deployment-Tools in Office 365 und Exchange Online entwickelt, um das Verschieben alle Postfächer in die Wolke und ein Hybrid-Bereitstellung zu unterstützen.
 
 
 
Weitere Optionen
 
Mit den in diesem Dokument beschriebenen Werkzeugen können Sie andere Lösungen zusammenstellen, die kurz- mittel- oder langfristig, oder auch nur waehrend der Migration für Ihre Organisation funktionell sind.
 
Werfen wir nun einen kurzen Blick auf diese Optionen:
 
 
Sie richten den Nachrichtenfluss und ein gemeinsames Adressbuch ein
 
Wenn Sie lokal Exchange 2003 oder Exchange 2007 betreiben, koennen Sie eine Loesung aufbauen, die Nachrichtenfluss und ein gemeinsames Adressbuch bietet, welche von Ihren lokalen und Ihren Wolkenbenutzern genutzt werden koennen.
Wenn Sie in der Tat nicht alle Nachrichten Funktionen benoetigen, wie z.B. Frei / Gebucht-oder Postfach-Verschiebungsanforderungen, dann kann diese einfache uebergreifende Loesung, manchmal auch in der Beta-Dokumentation und der Benutzeroberfläche "einfache Koexistenz" bezeichnet, fuer Ihre Organisation als eine langfristige Lösung darstellen.
 
 
Lokale Benutzer mit Office 365 Tools verwalten
 
Eine alternative Form der Migration ist alle Postfächer in die Cloud zu verschieben, aber weiterhin Benutzer und Ressourcen von Ihrem vorhandenen Active Directory zu verwalten.
Nachdem Sie Single Sign-On (Identity Federation) und das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool installiert haben, können Benutzer ihre Active Directory Anmeldeinformationen (Benutzername und Passwort) verwenden, um auf ihre neuen Postfächer in der Cloud zuzugreifen und auch auf ihre vorhandenen lokalen Ressourcen.
Für diese Option müssen Sie eine aktualisierte Version des Verzeichnissynchronisierungstools betreiben. Die aktuelle Version des Directory-Synchronization-Tools das bei Office 365 für Grossunternehmen inbegriffen ist bietet keine Unterstützung für dieses Szenario.
Halten Sie bitte in der Office 365 Community-Website ein Auge auf fuer eine aktualisierte Version der Verzeichnissynchronisierungstool.
 
 
Bereitstellung von Benutzern aus dem lokalen Active Directory in die Cloud
 
Wenn Sie Single Sign-on nicht benötigen, koennen Sie mit der rein lokalen Bereitstellung von Active Directory-Synchronisierung Benutzer lokal und in der Cloud anlegen. Diese Lösung ist für Unternehmen brauchbar, die eine langfristige Koexistenz mit lokalen nicht auf Exchange basierenden Systemen betreiben wollen, oder Benutzer lieber komplett von ihrem lokalen Active Directory aus verwalten moechten.
 
 
Lösungen von Drittanbietern erforschen
 
Wenn Sie nicht Exchange 2003 oder später, ein Webmessaging System, oder ein anderes lokales Nachrichtensystem betreiben, dann muessen Sie moeglicherweise mit einem Partner arbeiten, um eine Loesung zu erarbeiten, die Ihre Anforderungen mit den hier diskutierten Tools erfuellt.
 
Zum Beispiel kann IMAP-E-Mail-Migration als Methode zur Postfach-Daten Verlegung für die Benutzer ausreichen, während eine  Drittanbieterlösung die Antwort auf die Migration Messaging-basierter Workflow-Lösungen für Exchange Online sein kann.
 
 
Die Variablen: Dinge die bei der Vorbereitung der Bereitstellung zu berücksichtigen sind
 
Nachdem Sie auf Ihre langfristige E-Mail-Deployment-Option entschieden haben, müssen Sie sich über die Werkzeuge informieren, die Sie verwenden, um Postfächer in die Cloud zu verschieben und um die Migrationsphase eine bessere Erfahrung für Ihre Benutzer und das IT-Personal zu machen. Sie sollten auch Routing, Nachrichtenfluss, und Identitaetsverwaltung berücksichtigen, wenn Sie für die Migration oder einen Hybrideinsatz planen.
 
Wir werfen jetzt einen Blick auf die verfuegbaren Tools und Prozeduren:
 
- Identitaetsverwaltung
- Microsoft Online Services Verzeichnissynchronisierungstool
- E-Mail-Routing
- Migrations Methoden und Werkzeuge
 
 
Identitaetsverwaltung
 
Wie wollen Sie die Identität der Benutzer in der Cloud verwalten? Sie haben zwei Möglichkeiten:
 
Non-Federated Identity (nicht verbundene Identitaet)
Identity Federation (Identitaetsverbund, auch als Single-Sign-on bekannt)
 
Non-Federated Identity (nicht verbundene Identitaet)
 
Bei nicht verbundener Identitaet, haben alle Wolkenpostfach Benutzer von Office 365-generierte Anmeldeinformationen fuer den Zugriff auf ihre Office 365 Ressourcen. Sie können neue Benutzerkonten und Passwörter für Office 365 Benutzer im Office 365-Portal anlegen. Alternativ können Sie Verzeichnis-Synchronisierung zur automatischen Bereitstellung von Benutzern aus dem lokalen Active Directory verwenden. So oder so werden die Anmeldeinformationen von Office 365 generiert und verwaltet.
 
Wenn Sie ein lokales Identitaetsverwaltungs-System haben, müssen die Benutzer einen Anmeldeinformationssatz für Office 365 Ressourcen und einen weiteren Anmeldeinformationssatz für deren lokalen Ressourcen haben.
 
Der Vorteil einer nicht verbundenen Identitaetsverwaltungslösung ist, dass sie weniger Aufwand bei der Bereitstellung und Einrichtung Ihrer Identitätslösung verursacht. Für einige kleine Organisationen oder Organisationen, die bald alle Benutzer Ressourcen in die Cloudsetzen wollen, ist eine nicht verbundene Identitaetsverwaltungslösung ideal.
 
Der Nachteil einer nicht verbundenen Identitaetsverwaltungslösung ist für Unternehmen, die noch lokale Benutzer-Ressourcen betreiben, dass die Benutzer keine nahtlosen Dienste haben und Benutzer mehr Aufklärung über die Anmeldungsdetails benoetigen. Die Unterstützung kann teuer werden, wenn Benutzer zwei Sätze von Anmeldeinformationen für den Zugriff auf viele verschiedene Ressourcen in zwei verschiedenen Installationen pflegen muessen.
 
Für mittlere und große Organisationen werden die langfristigen Verwaltungs- und Helpdesk-Kosten fuer eine nicht verbundene Identitaetsverwaltungslösung wahrscheinlich teurer sein als fuer eine einmalige Anmeldung (Identitaetsverbund).
 
 
Single Sign-On, bzw. Einmalige Anmeldung  (Identity Federation, bzw. Identitaetsverbund)
 
Wenn Sie die Einmalige Anmeldung (Identity Federation) verwenden, dann koennen alle Benutzer mit Postfächern in der Wolke ihre bestehenden lokalen Active Directory-Anmeldeinformationen beutzen, um sowohl auf Resourcen in der Wolke als auch lokale Resourcen zuzugreifen.
 
Kurz gesagt ermoeglichen Sie dies durch die Installation eines oder mehrerer AD FS-Server in Ihrer lokalen Organisation. Der AD FS-Server vereinigt Ihre Organisation mit dem Office 365 Service in der Wolke um Zugang für Ihre lokalen Identitäten auf bestimmte Office 365 und Exchange Online Ressourcen in Ihrem Cloud-basierten Domaenen-Namensraum zu gewaehren.
 
Der Vorteil von Single Sign-on ist, dass Benutzer kein neues Identitaets-Management System zu erlernen.
 
Ausser Vorteilen fuer die Anwender, gibt es viele Vorteile für Administratoren:
 
Richtlinien-Steuerung ("Policy Control"):
Der Administrator kann Kontorichtlinien durch das Active Directory, bzw. lokale Verzeichnis, steuern. Dies ermoeglicht es dem Verwalter, Kennwortrichtlinien, Rechner-Einschränkungen, lock-out (Aussperrungs-) Kontrollen und mehr zu verwalten, ohne zusätzliche Aufgaben in der Cloud ausführen zu muessen.
 
Zugriffskontrolle:
Der Administrator kann den Zugriff auf Office 365 einschraenken, so dass die Dienste über die lokale Unternehmensumgebung, Onlineserver, oder beide erreicht werden koennen.
 
Reduzierte Kundendienst-Anrufe:
Vergessene Passwörter sind eine häufige Quelle für Support-Anrufe in alle Unternehmen. Wenn die Benutzer weniger Passwörter zu erinnern haben, sind sie weniger wahrscheinlich, dass sie zu vergessen.
 
Sicherheit: Benutzer-Identitäten und Informationen sind geschützt, da alle Server und Dienste in Verwendung Single Sign-On werden beherrscht und kontrolliert auf dem Gelände.
 
Unterstützung für eine starke Authentifizierung ("strong authentication"):
Sie können bei Office 365 eine starke Authentifizierung zu verwenden, die auch als Zwei-Faktor-Authentifizierung bezeichnet wird. Allerdings muessen Sie dann Einmalige Anmeldung (Single Sign-On) benutzen.
 
 
Nachdem Sie AD FS und Verzeichnissynchronisierung bereitgestellt haben, verwalten Sie alle Benutzer und Ressourcen aus Ihrem bestehenden lokalen Active Directory.
 
Der Nachteil des Single-Sign-on ist, dass man neue Server installieren muss, die ein Zertifikat von einer Zertifizierungsstelle (CA) benoetigen und Komplexitaet und Kosten Ihrer Benutzerverwaltung erhoehen.
 
Anmerkung:
Beachten Sie, dass Single Sign-On im Hybrid-Einsatzszenario empfohlen wird, auch wenn es nicht unbedingt noetig ist.
 
 
Single Sign-On kann auch eine gute Lösung für große Organisationen sein, die planen alle Postfächer ueber mehrere Monate hin auf Office 365 zu migrieren.
 
Im Laufe der Zeit ist für die meisten Organisationen, die lokale Active Directory Ressourcen zusammen mit Office 365 erhalten moechten, Single Sign-On eine gute Lösung für die Rationalisierung der Benutzer Identität.
 
 
Wichtig
Single-Sign-on mit AD FS erfordert ein lokales Active Directory.
Single-Sign-on erfordert, dass Sie das Microsoft Online Verzeichnissynchronisierungstool installieren.
Wenn Sie planen alle Postfächer in die Cloud zu migrieren und Single-Sign-On einzurichten, können Sie AD FS oder Verzeichnissynchronisierung nicht bereitstellen, bevor Sie die einfache Exchange-Migration (cutover Migration) in der Exchange-Systemsteuerung ausführen. Sie können jedoch eine schrittweise ("staged") Exchange-Migration nach der AD FS und Verzeichnissynchronisierung einzusetzen.
 
 
Weitere Informationen finden Sie unter "Vorbereiten des einmaligen Anmeldens" bei http://onlinehelp.microsoft.com/de-de/Office365-enterprises/ff652540.aspx und "Planen und Bereitstellung von Active Directory Federation Services 2.0 für die Verwendung mit Single Sign-On", momentan leider nur auf Englisch hier zu finden http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=217211
 
 
 
Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool
 
Das Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool wird in erster Linie benutzt um die Exchange globale Adressliste zu synchronisieren, die auch als gemeinsames Adressbuch bekannt ist, komplexe Routing-Szenarien zu unterstuetzen, und fuer die Bereitstellung von Benutzern in einem standortübergreifenden Einsatz. Verzeichnissynchronisierung ist eine Voraussetzung für das Hybrid-Einsatz (reiche Koexistenz) Szenario, und es kann eine bessere Benutzererfahrung in einigen Migrationsszenarien erwirken, vor allem wenn Sie Single Sign-On aktivieren möchten.
 
Jedoch ist von einer Benutzer Management Perspektive aus die Verzeichnissynchronisierung für die langfristige Nutzung bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt kann man die Verzeichnissynchronisierung nicht deaktivieren. Daher muessen Sie sicher sein, dass die Verzeichnissynchronisierung in Ihre langfristigen Benutzerverwaltungspläne passt.
 
Denken Sie daran, dass die Aktivierung der Verzeichnissynchronisierung Sie langfristig auf die Verwaltung Ihrer Benutzer mit dem lokalen Verzeichnis ("Active Directory") festlegt.
 
Standardmäßig synchronisiert das Verzeichnissynchronisierungstool in einer Richtung vom lokalen Verzeichnis in das Wolkenverzeichnis, indem es Benutzer und Mailbox-Informationen in das Wolkenverzeichnis für Ihre Office 365 Organisation einschreibt.
 
Um einige Eigenschaften des Hybrid-Einsatzes (reich Koexistenz) zu aktivieren, muessen Sie Schreibzugriff auf das Verzeichnissynchronisierungstool gewähren, um einige Messaging-bezogene Nutzerdaten wieder in das lokale Verzeichnis zurueck zu synchronisieren. Die folgenden Funktionen werden durch Schreibzugriff auf die lokale Active Directory Synchronisation aktiviert:
 
- Archivierung lokaler Postfächer in die Cloud
- Verschiebung von Postfächern aus der Wolke in die lokale Exchange-Organisation
- Synchronisierung Benutzer-verwalteter sicherer Absender und gesperrter Absender Listen aus der Wolke
- Synchronisierung Voice-Mail-Benachrichtigungen aus der Wolke
 
 
Wichtig
Verzeichnis-Synchronisierung ist für die folgenden Tools und Szenarien erforderlich: Hybrid-Bereitstellung, Single Sign-On (Identity Federation) und schrittweise ("staged") Exchange-Migration.
 
Weitere Informationen finden Sie unter "Active Directory-Synchronisierung: Roadmap" bei http://onlinehelp.microsoft.com/de-de/Office365-enterprises/ff652543.aspx
 
 
Mail-Routing
 
Generell ist das Mail-Routing für einen Hybrid-Einsatz recht einfach. Die Werkzeuge (hauptsächlich das Verzeichnissynchronisierungstool) sind darauf optimiert Ihren MX-Eintrag auf das lokalen Exchange-System als autorisierende Domäne zu legen. E-Mail an Cloud-basierte Empfänger wird dann von der lokalen Exchange-Organisation an die Cloud weitergeleitet. Der Exchange Server 2010 Deployment Assistant bei http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=171086 erläutert, wie Sie dieses Routing-System für Hybrid-Installationen konfigurieren muessen. Siehe auch "Szenario für gemeinsamen Adressraum mit lokalem Relay (MX verweist auf lokalen Server)" bei http://technet.microsoft.com/de-de/library/gg430176.aspx
 
Sie können das Routing für Hybrid-Installierungen auch so einrichten, dass der MX-Eintrag auf die Wolke als autorisierende Domäne zeigt.  Dies erfordert jedoch eine weiter fortgeschrittene Konfigurierung. Achten Sie auf den bevorstehende Wiki-Beitrag, "Shared Address Space with Cloud Relay for Office 365".
 
Komplexere Mail-Routing-Konfigurationen kommen in der Regel nur ins Spiel, wenn Sie einen langfristigen Einsatz planen,  bei dem Messaging-Systeme sowohl lokale als auch Cloud-Implementierungen umfassen. Wenn Sie planen alle Ihre Postfächer in die Cloud zu migrieren, brauchen Sie in den meisten Fällen keine komplexen Mail-Routing-Szenarien zu berücksichtigen. Die eine Ausnahme waere eventuell bei langen abgestuften Migrationen, wo erweitertes E-Mail-Routing erforderlich ist, um die E-Mail Dienstqualität während der Migration zu erhalten.
 
Wichtig:
Sowohl einfache Exchange-Migration (cutover Migration) und schrittweise Exchange-Migration bewerkstelligen kurzfristige E-Mail-Synchronisation während der Migrationsphase. Einfache Exchange-Migration (cutover Migration) synchronisiert E-Mail-Abonnements verwendet werden, bis die Migration abgeschlossen ist. Inszenierte Exchange-Migration Routen e-mail durch das Stempeln der Wolke Zieladresse auf dem lokalen Postfächer.
 
 
 
Migrations-Methoden und -Werkzeuge
 
Die folgenden Migrations-Methoden und -Werkzeuge stehen zur Verfügung:
 
- Verschieben von Postfaechern mit Mailbox Replication Service (MRS)
- Einfache Exchange-Migration (cutover Migration)
- Schrittweise (staged) Exchange-Migration
- IMAP-E-Mail-Migration
- Drittanbieter Lösungen
 
Verschiebungsanforderungen ("Move Requests") mit Mailbox Replication Service (MRS)
 
Der Microsoft Exchange Mailbox Replication Service (MRS), der sich auf allen Exchange 2010 Client Access Servern befindet, ist der Dienst  für das Verschieben von Postfächern, Import und Export von PST-Dateien und die Wiederherstellung deaktivierter und Soft-gelöschter Postfächer.
 
Verschiebungsanforderungen erfordern eine Hybride Bereitstellung (reiche Koexistenz). Mit Verschiebungsanforderungen können Sie Postfächer zwischen der lokalen Exchange-Organisation und der Wolke hin und her bewegen. Sie tun dies in der Exchange-Verwaltungskonsole ("Exchange Management Cosnole").
 
Wenn Sie die Migration und Implementierung einer langfristigen Hybrid-Einsatz mit einem lokalen Exchange planen, sind Verschiebungsanforderungen der empfohlene Weg, um Postfächer zu migrieren.
 
Auch für große Organisationen, die mit lokalem Exchange 2003 oder Exchange 2007 planen alle Postfächer über einen Zeitraum von mehreren Monaten in die Wolke zu verschieben, koennen Verschiebungsanforderungen als Tool fuer eine schrittweise Migration, was im Prinzip eine Hybride Bereitstellung (reiche Koexistenz) darstellt, sinnvoll sein.
 
Wichtig:
Verschiebungsanforderungen erfordern eine minimale Installation eines Exchange 2010 Koexistenz-Servers in Ihrer lokalen Exchange-Organisation. Sie müssen Exchange 2003 oder später betreiben, um die Hybrid-Lösung bereitzustellen. Der Exchange Deployment Assistant kann Ihnen helfen, eine Hybride Bereitstellung (reich Koexistenz) zu planen.
 
Weitere Informationen finden Sie unter:
 
- Exchange Server 2010 Deployment Assistant:
- Grundlegendes zu Verschiebungsanforderungen
 
 
Einfache Exchange-Migration (cutover Migration)
 
Einfache Exchange-Migration (cutover Migration) ist für kleine Organisationen mit weniger als 1.000 Postfächern, die alle Postfächer in einem einzigen Arbeitsgang in die Wolke verschieben möchten. Verwenden Sie E-Mail-Migration in der Exchange-Systemsteuerung, um auf das Tool zuzugreifen.
 
Wichtig:
 
- Einfache Exchange-Migration (cutover Migration) unterstützt nur Exchange 2003 oder später. Wenn Sie mit älteren Versionen von Exchange arbeiten, müssen Sie IMAP-E-Mail-Migration oder eine Lösung von Drittanbietern verwenden.
 
- Wenn Sie Exchange und haben mehr als 1.000 Postfächern, sollten Sie die schrittweise Exchange-Migration in Betracht ziehen.
 
- Wenn Sie planen Single Sign-On (Identity Federation) zu implementieren, führen Sie zuerst die einfache Exchange-Migration (cutover Migration) aus. Nach Abschluss der Migration richten Sie dann Single Sign-On (Identity Federation) und Verzeichnissynchronisierung ein. Die Aktivierung der Verzeichnissynchronisierung vor der einfachen Exchange-Migration (cutover Migration) fuehrt zum Scheitern der Migration. Für dieses Szenario müssen Sie eine aktualisierte Version des Microsoft Online Services Verzeichnissynchronisierungstools betreiben. Die aktuelle Version des Directory Synchronization Tools, das bei Office 365 fuer Grossunternehmen enthalten ist, unterstützt dieses Szenario nicht! Beobachten Sie bitte Neuigkeiten in der Office 365 Community-Website ueber eine aktualisierte Version des Verzeichnissynchronisierungstools.
 
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Exchange Online Themen:
 
- E-Mail Migration Overview
 
- Migrate All Mailboxes to the Cloud with a Simple Exchange Migration
    
 
Schrittweise ("staged") Exchange-Migration
 
Schrittweise Exchange-Migration ist für größere Organisationen oder Organisationen gedacht, die Postfächer im Laufe der Zeit in die Wolke migrieren möchten. In diesem Szenario können Sie einige Postfächer in die Cloud migrieren und gleichzeitig den Rest der Postfächer in der lokalen Organisation behalten. Verwenden Sie "E-Mail-Migration" in der Exchange-Systemsteuerung, um auf das Tool zuzugreifen.
 
Wichtig
 
- Schrittweise Exchange-Migration für Organisationen wurde fuer Organisationen entworfen, die planen alle lokalen Exchange-Postfächer in die Cloud zu verschieben. Es wird nicht empfohlen die Schrittweise Exchange-Migration nur eine begrenzte Zahle von Postfaechern als Teil eines längeren Koexistenzszenarios zu migrieren.
 
- Schrittweise Exchange-Migration unterstützt nur Exchange 2003 oder Exchange 2007. Wenn Sie ältere Versionen von Exchange betreiben, müssen Sie IMAP-E-Mail-Migration oder eine Lösung von Drittanbietern verwenden. Wenn Sie Exchange 2010 verwenden, müssen Sie muessen Sie eine Hybrid-Bereitstellung (reiche Koexistenz) implementieren und Verschiebungsanforderungen zur Migration benutzen.
 
- Schrittweise Exchange-Migration erfordert Verzeichnissynchronisierung.
 
- Wenn Sie Single Sign-On (Identity Federation) als Teil Ihres langfristigen Einsatzplans bereitstellen wollen, muessen Sie Single Sign-On (Identity Federation) und Verzeichnis-Synchronisation installieren, bevor Sie die Schrittweise Exchange-Migration ausführen.
 
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Exchange Online Themen:
 
- E-mail Migration Overview
 
- Migrate a Subset of Exchange Mailboxes to the Cloud with a Staged Migration
 
 
IMAP-E-Mail-Migration
 
IMAP-E-Mail-Migration ist ein E-Mail Inhalts Migrations Tool fuer eine Ausweichloesung ("fallback"), das für eine Vielzahl von E-Mail-Servern konzipiert wurde. Wenn Sie Exchange 2000 Server oder Exchange Server 5.5 Service Pack 4 oder andere kompatible IMAP-Server, wie Gmail, benutzen, dann ist IMAP-E-Mail-Migration eine Option. Verwenden Sie E-Mail-Migration in der Exchange-Systemsteuerung und eine CSV-Datei.
 
Wichtig:
Wenn Sie Single Sign-On (Identity Federation) oder Verzeichnissynchronisierung als Teil Ihres langfristigen Einsatzes bereitstellen möchten, muessen Sie IMAP-E-Mail-Migration zuerst ausfuehren. Für dieses Szenario müssen Sie eine aktualisierte Version des Microsoft Online Services-Verzeichnissynchronisierungstool betreiben. Die aktuelle Version des Directory Synchronization Tools, das bei Office 3 für Unternehmen mit enthalten, ist in diesem Szenario nicht unterstützt. Achten Sie bitte auf eine aktualisierte Version des Verzeichnissynchronisierungstools in der Office 365 Community-Website.
 
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Exchange Online Themen:
 
- E-mail Migration Overview
 
- Migrate E-mail from an IMAP Server to Cloud-based Mailboxes
 
 
Lösungen von Drittanbietern
 
Hier sind einige Drittanbieter-Migrations-Tools und Partner, die Exchange Migrationen von Nicht-Microsoft-Plattformen unterstützen können:
 
- Binary Tree
Anbieter von plattformübergreifender Messaging-Migrations-und Koexistenz-Software mit Produkten, die Analyse, Koexistenz und Migration zwischen lokalen und Online Enterprise Nachrichten- und Kollaborationsumgebungen bieten, die auf IBM Lotus Notes und Domino sowie Microsoft Exchange und SharePoint basieren.
 
- BitTitan
Anbieter von personalisierten Self-Service-E-Mail-Migrations-und Koexistenz-Lösungen für Exchange 2007 und Exchange Online.
 
- Cemaphore
Anbieter fuer Migrations-Lösungen von lokalem Microsoft Exchange auf Microsoft Online.
 
- Quest
Anbieter von Lösungen für die Migration von Exchange Online und SharePoint Online, einschließlich der Migration von Lotus Notes und Novell GroupWise zu Exchange Online.
 
- Metalogix
      http://metalogix.com/ 
Anbieter von Lösungen für die Migration von Exchange Online und SharePoint Online.